Falsche Drogentests in der Ortenau

Falsche Drogentests in der Ortenau
Fehlerhafte Drogentests könnten zur Verurteilung von Unschuldigen und dem Verlust des Führerscheins führen.

Zahlreiche Drogentests wurden in der Ortenau vorgenommen und waren fehlerhaft. 12 Testgefäße, gefüllt mit stillem Wasser, wurden dem Labor vorgelegt. Obwohl es sich nur um Wasser handelte, wurde in einem Gefäß dennoch Amphetamine nachgewiesen.

Nur durch Zufall kam heraus, dass die Drogentests fehlerhaft waren. In relativ kurzer Zeit wurden ungewöhnlich viele Personen positiv auf Amphetamine getestet. Alle gaben an, noch nie Amphetamine konsumiert zu haben.

Die betroffenen Strafverfahren wurden eingestellt, bei denen Testgefäße aus der selben Lieferung verwendet worden waren. Die Lieferung der Testgefäße wurde zwar entsorgt, aber nach Aktenlage konnte bislang nicht geklärt werden, was die Ursache der Fehler war.

Unser Mandant hatte lediglich Glück, dass in einem so kurzen Zeitraum so viele falsche Tests erfolgten. Wären weniger fehlerhafte Ergebnisse aufgetreten, hätte man die Möglichkeit eines falschen Testergebnisses als unwahrscheinlich ausgeschlossen. Die Glaubwürdigkeit unseres Mandanten stand auf dem Spiel und er wäre womöglich zu Unrecht verurteilt worden. Unser Mandant hätte lediglich durch einen privat finanzierten Drogentest (Haaranalyse) das Ergebnis des polizeilichen Drogentests erschüttern können.

So lange die Ursache des Fehlers nicht aufgeklärt wurde, bestehen erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit der Tests. Es drohen erhebliche Folgen für Unschuldige, die ebenfalls falsch auf den Konsum von Amphetaminen getestet werden:

  • Entzug der Fahrerlaubnis,
  • Hausdurchsuchung,
  • Anklage,
  • usw.

Wir raten daher jedem, der positiv auf Amphetamine getestet wurde, sich umgehend anwaltlichen Rat zu suchen.

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